Wolf Otto Pfeiffer
Der Film als Werk
Ich begleite Prozesse der Werkwerdung im Film -
von der Idee über das Drehbuch bis zur Montage.Jenseits dramaturgischer Logik
und in unmittelbarer Nähe zur filmischen Praxis.Meine heutige Arbeit beruht auf jahrzehntelanger Erfahrung
als Produzent, Autor, Regisseur, Berater und Lehrer
in unterschiedlichen kulturellen und institutionellen Kontexten.Aus dieser Arbeit hat sich eine zentrale Fragestellung herausgebildet.
Mit dieser Frage habe ich mich jahrzehntelang beschäftigt:Was macht einen Film zu einem Werk?
Ich habe als Autor, Regisseur und Produzent
international ausgezeichnete Filme hergestellt,
darunter zwei OSCAR-nominierte Filme,
habe als Filmberater in der “Dritten Welt” gearbeitet
und über zwanzig Jahre in Berlin eine eigene Drehbuchschule geleitet.
In dieser Zeit habe ich mit über tausend Autorinnen und Autoren aus sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gearbeitet.
Daraus ergab sich eine fundamentale Einsicht:
Viele Filme sind dramaturgisch korrekt gebaut
und erfüllen alle dem entsprechenden Anforderungen –
und entwickeln dennoch keine innere Notwendigkeit.Dramaturgie erklärt nicht,
wie ein Werk entsteht.Dramaturgische Funktionalität
ist nicht identisch mit Werkwerdung.Heute arbeite ich selektiv mit Filmschaffenden,
die bereit sind, ihre Denk- und Arbeitsweise grundlegend zu hinterfragen
und ihre Projekte als mögliche Werke zu betrachten.