„Hilf mir, es selbst zu tun”

Jetzt ist es amtlich – die von WOP in seiner DREHBUCH MEISTERKLASSE praktizierte Vermittlungsmethode der Mentorenschaft ist das effizienteste Mittel der Vermittlung von Fähigkeiten:

„Das Prinzip des “Active Learning“ basiert darauf, dass sich der Schüler mit dem Stoff auf unterschiedliche Arten aktiv auseinander setzt und Wissen nicht auswendig lernt, wie es meist in staatlichen Schulen der Fall ist.

In Deutschland ist der Begriff des „Active Learning“ nicht unbekannt. Die konstruktivistische Lerntheorie entstand in den 60er Jahren. Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass ein synchroner Lernprozess der Schüler im Klassenverband nicht möglich ist, da der Prozess des Lernens an individuelle Erfahrungen des Einzelnen anknüpft. Mit individuellen Lernwegen erarbeitet sich der Schüler nach dieser Theorie sein Wissen selbst. Das funktioniert zum Beispiel über projektbezogenes Arbeiten und die selbstständige Auswahl der Themen.

Diese Theorie ist Teil einer pädagogischen Diskussion, die den Schüler etwa seit der Jahrhundertwende nicht mehr als zu füllenden Körper betrachtet wie nach der behaviouristischen Lerntheorie. Der Behaviourismus versteht den menschlichen Organismus als „Black Box“: Seelische Vorgänge gelten als unwissenschaftlich, nur das objektive und messbare Verhalten wird betrachtet.

Aktives Lernen wird in Deutschland in den Montessori-Schulen geübt. Nach dem Leitsatz: „Hilf mir, es selbst zu tun“ erarbeiten sich die Kinder selbstständig Themen, die sie auch selbst auswählen. Diese Methode ermöglicht ihnen, ihre Begabungen und Kompetenzen zu entwickeln. Der Lehrer hat die Aufgabe, die Schüler bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Neigungen zu unterstützen.“

– Frankfurter Allgemeine Zeitung, E-Paper, 13.11.2018

Marcel Weisheit