Neues von FILMGEIST, um FILMGEIST und um FILMGEIST herum

24.02.2018
Der Geschmack von Rost und Knochen
Immer mal wieder, einige Male im Jahr, veranstaltet die FILMGEIST Akademie ein Wochenende, an dem jeweils ein Film auf Herz und Nieren nach poetologischen Gesichtspunkten analysiert wird. Wir gehen aus von der Frage nach der jeweiligen Erzählintention und untersuchen, mit welcher Erzählstrategie und welchen spezifischen filmischen Erzählmitteln der Film versucht, seinen Erzählzweck zu realisieren.
Die Veranstaltung ist Teil der Aufgabenstellung der FILMGEIST Akademie, deren Schwerpunkte lauten:
Film verstehen – Künstlerbildung – Werkschöpfung
Die Veranstaltungen werden durchgeführt von Wolf Otto Pfeiffer, zweifachem OSCAR-Nominee, Gründer und Leiter von FILMGEIST – Zentrum zur Förderung des Geistigen im Film, einer gemeinnützigen (non-profit) Einrichtung, die sich der Förderung des Films als Kunst verschrieben hat.
Die intensive Zergliederung des jeweiligen erzählerischen Filmwerks vermittelt den Teilnehmern ein fundiertes Verständnis von den Prinzipien des Erzählens überhaupt wie des Erzählens im Film im Besonderen. Das Seminar gibt Instrumentarien an die Hand für die theoretische, filmpädagogische sowie die praktische Beschäftigung mit Film.
Der im nächsten Seminar der Reihe „Poetologische Filmanalyse“ behandelte Film, DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN, ist ein Film, der bei seinem Erscheinen 2012 viel Aufsehen erregt hat. Der Film, dem auf seine Art manch Ungewöhnliches eigen ist, hat zahlreiche begeisterte Liebhaber gefunden. Er wurde auf dem Festival in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Die „ZEIT“ nannte ihn den “besten Liebesfilm der letzten 20 Jahre“.
Wir wollen Filme aber nicht bewerten. Uns interessiert, was sie erzählerisch versuchen und wie und wo sie ihre Absicht erreichen – oder eben auch nicht. Wir werden uns das erzählerische Werk von der Gesamtanlage bis hin in kleinste Details anschauen. Dabei betrachten wir, wie sich Erzählsubstanz, Erzählaufbau und Erzählmittel eines Films zu einem narrativen Gebilde verdichten, das versucht die Anbindung zum Zuschauer herzustellen und idealerweise den Zuschauer ergreift und mitnimmt.

„WOP fängt da an, wo Andere aufhören.“
– Martina Weirich, Producerin

TERMIN: 10. & 11. März 2018, jeweils 10 -17 Uhr
ORT: Nostitzstraße 47, 10961 Berlin
KOSTEN: 280 € (mit Bildungsprämie 140 €)

23.02.2018
FILMGEIST online geht in die heiße Phase
Unser online Projekt „Deutschland schreibt seinen Kindern einen Film“ zieht seine Bahnen. Nachdem wir uns die letzten Wochen mit dem funktionalen Erzählaufbau beschäftigt haben, beginnt nun die Arbeit am Buch selber. Bis Mitte Oktober wird das FILMscript – wie wir ein Drehbuch in der Poetologie nennen – stehen.
Das nächste FILMGEIST online Projekt beginnt am 01. März 2019.

22.02.2014
FILMGEIST Förderpreis 2018 verliehen
Wie jedes Jahr geht der FILMGEIST Förderpreis an den Gewinner des Max-Ophüls-Preises. Die Gewinnerin 2018 ist Lisa Miller für ihren Film „Landrauschen“ Mit der Auszeichnung geht eine poetologische Begleitung beim nächsten Projekt der Filmemacherin einher.

19.02.2018
Stipendium für Mentorenschaft
Für die Teilnahme an der FILMGEIST Meisterklasse, die am 14. Mai beginnt, vergeben wir wieder ein Stipendium zur kostenlosen Teilnahme. Bewerben Sie sich mit mit den folgenden Unterlagen bis zum 31.03.2018 unter home@filmgeist.org:
Biographie
Motivationsschreiben
Arbeitsprobe.

18.02 2018
Neue Chance für alle
Die Zeit verrinnt. Lassen Sie sie nicht ungenutzt! Die nächste ein-jährige Drehbuch Meisterklasse mit WOP beginnt am 14. Mai 2018. weitere Informationen dazu und die einzelnen Termine finden Sie auf der FILMGEIST Homepage unter http://www.filmgeist.org/meisterklasse-drehbuch/

14.02.2018
„Hilf mir, es selbst zu tun!“
Jetzt ist es amtlich! Die von WOP in seiner DREHBUCH MEISTERKLASSE praktizierte Vermittlungsmethode der Mentorenschaft ist das effizienteste Mittel der Vermittlung von Fähigkeiten:
„Das Prinzip des “Active Learning“ basiert darauf, dass sich der Schüler mit dem Stoff auf unterschiedliche Arten aktiv auseinander setzt und Wissen nicht auswendig lernt, wie es meist in staatlichen Schulen der Fall ist.
In Deutschland ist der Begriff des „Active Learning“ nicht unbekannt. Die konstruktivistische Lerntheorie entstand in den 60er Jahren. Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass ein synchroner Lernprozess der Schüler im Klassenverband nicht möglich ist, da der Prozess des Lernens an individuelle Erfahrungen des Einzelnen anknüpft. Mit individuellen Lernwegen erarbeitet sich der Schüler nach dieser Theorie sein Wissen selbst. Das funktioniert zum Beispiel über projektbezogenes Arbeiten und die selbstständige Auswahl der Themen.
Diese Theorie ist Teil einer pädagogischen Diskussion, die den Schüler etwa seit der Jahrhundertwende nicht mehr als zu füllenden Körper betrachtet wie nach der behaviouristischen Lerntheorie. Der Behaviourismus versteht den menschlichen Organismus als „Black Box“: Seelische Vorgänge gelten als unwissenschaftlich, nur das objektive und messbare Verhalten wird betrachtet.
Aktives Lernen wird in Deutschland in den Montessori-Schulen geübt. Nach dem Leitsatz: „Hilf mir, es selbst zu tun“ erarbeiten sich die Kinder selbstständig Themen, die sie auch selbst auswählen. Diese Methode ermöglicht ihnen, ihre Begabungen und Kompetenzen zu entwickeln. Der Lehrer hat die Aufgabe, die Schüler bei der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Neigungen zu unterstützen.“
– Frankfurter Allgemeine Zeitung, E-Paper, 13.02.2018

05.02.2018
Aktueller Kommentar zur FILMGEIST Meisterklasse Drehbuch
„Juhuuu, die MEISTERKLASSE DREHBUCH hat begonnen und schon nach zwei Tagen öffnet sich soviel in mir, was mich ursprünglich zum Film und zur Kunst gebracht hat. Dieser Ruf, dieses Feuer in mir, das durch mich hindurch und aus mir heraus will! Großen Dank an meinen Drehbuch-Mentor Wolf Otto Pfeiffer! Die Meisterklasse Drehbuch ist der Hammer!!!! Ich wünsche jedem Künstler einen richtigen Mentor, wie ich ihn gefunden habe!!!!“
– L.B.

02.02.2018
Deutscher FILMGEIST Preis 2018
Die Vorschlagsphase für den Deutschen FILMGEIST-Preis hat begonnen. Der Deutsche FILMGEIST-Preis wird in diesem Jahr vom FILMGEIST-Unterstützer-Verein FILMGEIST Freundeskreis e.V. zum dritten Mal vergeben und wie gehabt von seinen Mitgliedern gewählt. Der Preis geht laut Statuten an einen Film, in dem entweder das Geistige in überzeugender Weise thematisiert oder in dem das Geistige auf überragende Weise gestalterischen Ausdruck findet. Er wird am Vorabend der Verleihung des Deutschen Filmpreises der Deutschen Filmakademie den Preisträgern feierlich übergeben. Der letzte Preisträger war der Film „Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme“ von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel und Klaus Weingarten.

10.01.2018
Im Olymp des Weltkinos
Im Seminar-Verlag, Basel, ist im letzten Monat ein Buch erschienen, in dem Wolf Otto Pfeiffer, Gründer und Leiter von FILMGEIST, eine bemerkenswerte Ehre zuteil wird. Der Schweizer Philosoph Reto Andrea Savoldelli hat unter dem Titel “Steiner über das Kino – Zur Genealogie des Films“ eine Schrift verfasst, in welcher er Aussagen Rudolf Steiners, des Stammvaters der Anthroposophie, zum Ausgangspunkt nehmend, die Vision einer genuinen Filmästhetik entwirft. Savoldelli beruft sich dabei auf ein halbes Dutzend für ihn maßgebender Filmtheoretiker, deren cineastische Denkwelten vorgestellt und auf ihre Tauglichkeit für einen Film der Zukunft hin untersucht werden. Savoldellis Gewährsleute heißen André Bresson, Pier Paolo Pasolini, Jean-Luc Godard, Alexander Kluge, Andrej Tarkowskij und – Wolf Otto Pfeiffer, dessen als “Poetologie“ bezeichnetes cineastisches Gedankengebäude ausdrückliche Würdigung findet. Die Erhöhung der von uns vertretenen Vorstellungen in den Olymp des Weltkinos macht uns selbstredend enorm stolz und ist uns Ansporn in unserem Bestreben, der Poetologie zu größtmöglicher Nutzung zu verhelfen
Das sehr lesenswerte Buch von Reto Andrea Savoldelli heisst „Steiner über das Kino. Zur Genealogie des Films“, ist erschienen im Seminar-Verlag, Basel, und kann über den Buchhandel zum Preis von 19,50 Euro bestellt werden.
Der von Reto Andrea Savoldelli zitierte erzähltheoretische Grundlagentext “Bigger than Life – Grundzüge einer Poetologie des Films“ von Wolf Otto Pfeiffer kann auch weiterhin als PDF kostenlos von der FILMGEIST-Homepage heruntergeladen werden.

06.12.2017
FILMGEIST Ehrenpreis 2017 verliehen
Der „FILMGEIST-Ehrenpreis 2017 für besondere Verdienste um die Förderung des Geistigen im Film“ wird an den Publizisten und Film- und Kulturkritiker Georg Seeßlen verliehen.
Begründung:
Georg Seeßlen hat über viele Jahrzehnte hinweg mit schier unerschöpflichem Wissen, beeindruckendem Sachverstand und nimmermüder Produktivität die Sache der Filmkunst vertreten. Seine Texte legen auf betörend sinnliche Weise Zeugnis ab vom gesellschaflichen Wert einer Kunst, die – obgleich vom Trivialen stets bedrängt und bedroht – geistiges Leben in jeden Winkel unserer Welt zu tragen vermag.
Der FILMGEIST Ehrenpreis wird seit 2014 jährlich verliehen. Die bisherigen Preisträger sind Katrin Sass (2014), Ulrich und Erika Gregor (2015), Jürgen Böttcher (2016).